A8-Kommunen unterzeichnen gemeinsame Resolution für Ausweisung eines Tempolimits, LKW-Überholverbot und Telematik

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Vordere Reihe von links: Anton Gollmitzer (3. Bgm Stadt Günzburg), Bernhard Uhl (1. Bgm Markt Zusmarshausen), Sebastian BERNHARD (1. Bgm Gemeinde Adelsried). Mittlere Reihe: Christoph Böhm (1. Bgm Markt Jettingen-Scheppach). Hintere Reihe von links: Roland Eichmann (1. Bgm Stadt Friedberg), Andreas Wiesner (1. Bgm Gemeinde Dasing), Martina Wenni-Auinger (2. Bgm Stadt Burgau), Thomas Hafner (1. Bgm Gemeinde Horgau). Auf dem Foto fehlt: Lorenz Braun (1. Bgm Gemeinde Adelzhausen). Foto: Markt Zusmarshausen

Die Bundesautobahn A 8 gehört zu den meistbefahrenen Straßen Bayerns. Sie wird deshalb auch als „Herzschlagader“ der Region bezeichnet. Seit dem sechsspurigen Ausbau hat der Verkehr deutlich zugenommen. Die Folge ist leider auch eine Zunahme von schweren Verkehrsunfällen und auch von Beschwerden der Anwohner über stärkere Lärmbelästigungen entlang der A 8. Viele Fahrzeuge sind mit sehr hoher Geschwindigkeit auf der ausgebauten A 8 unterwegs.

Innenminister Joachim Hermann hat für Teilstrecken eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h im Bereich Augsburg/Gersthofen angeordnet. Leider wurden dabei die Kommunen in Richtung Westen und Osten nicht berücksichtigt.

Seit längerem befassen sich deshalb die kommunalen Gremien der Städte und Gemeinden entlang der Autobahn mit dieser Problematik. Der Erste Bürgermeister des Marktes Zusmarshausen, Bernhard Uhl, wurde aufgrund eines Beschlusses des Marktgemeinderates beauftragt, mit den betroffenen Kommunen im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit Kontakt  aufzunehmen, um eine gemeinsame Resolution zur Ausweisung eines Tempolimits auf den Weg zu bringen.

Bei einer Besprechung im Herbst 2021 mit Vertretern der Gemeinden Dasing, Adelsried, Jettingen-Scheppach, Adelzhausen sowie der Städte Burgau und Günzburg wurde einstimmig dafür plädiert, ein derartiges Vorhaben nachhaltig zu unterstützen und die Ausweisung eines Tempolimits zu fordern.  

Dadurch soll zum einen eine Verbesserung des Lärmschutzes erreicht und zum anderen die Zahl der schweren Verkehrsunfälle reduziert werden. Die Bürgerinnen und Bürger befürchten in Teilbereichen an der A 8 zudem, dass durch den geplanten Bahnausbau (Bahnprojekt Ulm-Augsburg) neben dem Autobahnlärm eine zusätzliche, erhebliche lmmissionsbelastung durch den Bahnverkehr entstehen könnte.

Ziel der Allianz soll es sein, gemeinsam und entschlossen bei den zuständigen Stellen für die Ausweisung eines Tempolimits einzutreten. Bis zur Einführung von eventuellen Telematikanlagen (Verkehrsbeeinflussungs-Anlagen) wäre ein generelles Tempolimit schnell und kostengünstig umsetzbar. Durch die Einführung eines Tempolimits würde die dadurch entstehende Verstetigung des Verkehrsflusses zum einen sowohl die Leistungsfähigkeit der Autobahn erhöhen und zum anderen eine deutlich niedrigere Unfallquote mit sich bringen, so dass jährlich wesentlich weniger Unfalltote und Verletzte zu beklagen wären. Gleichzeitig vermindert eine Geschwindigkeitsbeschränkung den Treibstoffverbrauch und Schadstoffausstoß und ist somit ein wesentlicher Beitrag zum Klima- und Gesundheitsschutz.

Neben einem Tempolimit sollte in diesem Zusammenhang auch die Einführung eines Lkw-Überholverbots an Steigungen angeordnet werden, um gerade auch an diesen exponierten Stellen einen störungsfreien Verkehrsfluss zu gewährleisten.

Zusammenfassend wird folgendes beantragt und gefordert:

  • Anordnung einer generellen Geschwindigkeitsbeschränkung mit 130 km/h auf der BAB A8 entlang der betroffenen Streckenabschnitte zwischen Adelzhausen und Günzburg
  • Anordnung eines LKW-Überholverbots an Steigungen
  • langfristige Installation von Telematikanlagen (Verkehrsbeeinflussungs-Anlagen)

Die beteiligten Kommunen müssen der Verantwortung für den täglichen Schutz der Autofahrer und auch der Rettungskräfte der Freiwilligen Feuerwehren gerecht werden. Oberstes Ziel ist es, die Sicherheit zu erhöhen.

Aus diesem Grund bitten die Anrainerkommunen mit ihrer gemeinsamen Resolution, die am 04. Januar 2022 unterzeichnet wurde, neben einer Reihe von Bundes- und Landtagsabgeordneten aus der Region auch Verantwortliche der Autobahn GmbH des Bundes (frühere Autobahndirektion) sowie verschiedene Bundes- und Staatsminister um Unterstützung bei ihrem Wunsch nach einem dringend und absolut notwendigen Tempolimit auf der A8. Nur so – da sind sich alle beteiligten Bürgermeister einig – ist eine spürbare Entlastung der lärmgeplagten Anwohner sowie eine Reduzierung von Unfällen zu erreichen.

„Ich hoffe, dass auch die neue Bundesregierung mit Olaf Schulz und Verkehrsminister Dr. Volker Wissing an der Telematik festhält und diese weiter ausbaut“, so Bürgermeister Bernhard Uhl.

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